neues aus absurdistan



MEINT DIE WELT so meint "DIE WELT" am 09.02.2007.

doch erst mal ede hören? immerhin wird dieses, unser land von menschen wie ihm regiert. darf
man, muß man sogar rückschlüsse auf andere ziehen? und wenn: ist es nicht furchtbar?

konsequente abriegelung

"DIE WELT" berichtet am 03.02.2007 (auf seite 4) "wohnung zu groß - zimmer gesperrt" über
eine eigenartige bereicherung der alg-II-thematik. hartz mit oder ohne zahlen will man nicht
mehr, denn bekanntlich ist der namensgeber von hartz 4 mittlerweile vorbestraft und mußte
doch nicht einen einzigen tag "sitzen", außer zu hause auf dem sofa und vorübergehend mal
vor gericht.

hartz 4
hat weder vier (hearts 4 auf englisch) noch ein einziges herz, was nun noch deutlicher
wird:

im o.e. artikel wird ausgeführt, daß im sächsischen löbau "etliche mieter in ihren wohnungen
ein zimmer nicht betreten" dürfen. "in knapp 100 fällen sei alg-II-empfängern aus kosten-
gründen jeweils ein zimmer abgeriegelt worden..."

die logik?
"dadurch habe sich die miete reduziert und die eigentlich zu großen wohnungen seien
für die hilfeepfänger wieder bezahlbar."

Sie hören richtig. die armen hartzler haben noch ihre alte wohnung, aber nun mit einem sperr-
bezirk. was macht eigentlich jemand mit einer "zu großen" ein-zimmer-wohnung?

ich habe da die passende idee:
man räumt einfach eine ecke leer, die dem entspricht, was "zu viel" oder "zu groß" ist. dort
kann man dann eine stellwand aufstellen, die natürlich amtlich versiegelt ist.

der vorteil? man kann da, wo man ist, wohnen bleiben. übrigens, zum schluß: warum nennt
man hartz 4 nicht unter weglassung von z4 einfach nur hart? das käme der realität entgegen.


prima klima in lima

das war mal der refrain eines liedes der "neuen deutschen welle." aktuell spricht man nicht
mehr von einem möglichen klimawandel. bis vor kurzem fragten reporter gerne bei akuten
wetterlagen: "ist das schon der klimawandel?" die frage kann man weglassen.

nun ist die rede vom faktischen klimawandel. es gibt aber auch klimawandelleugner. für die
ist der spruch passend:
"erst wenn der letzte baum gefällt und der letzte fluß vergiftet ist, werdet ihr feststellen,
daß man geld nicht essen kann."

was mir aber gewaltig stinkt, ist etwas anderes. warum wird wieder etwas völlig verharmlost?
es geht um das wetter, die veränderung des klimas. was wir erleben, ist kein klimawandel,
es ist eine klimazerstörung.

gifte in meere einleiten heißt "verklappen", gefährlichsten abfall verbuddeln: "entsorgen".

anstatt klimazerstörung könnte man auch sagen: "klima-im-arsch." heute, am 05.02.2007,
konnte ich draußen vor dem haus in der sonne tee trinken und die zeitung lesen, barfuß.

wandeln stammt von althochdeutsch "wantalon" ab und wurde "zu wandeln, "hin und her
gehen".
sollen wir also wirklich glauben, daß es sich bei der klimazerstörung um ein "hin
und her gehen" handelt?

natürlich gibt es wetter- und klimazyklen. aber unser aller klima und wetter (das ist wahre
globalisierung) geht eben leider nicht nur hin-und-her, sondern, was temperatur und wind-
stärken angehen, eindeutig steil nach oben.

wendet man das wort "wandel" auf sich stetig verschlechternde zustände an, wird sofort
deutlich, wie unsinnig es verwendet werden kann. staatsverschuldung z.b.

woran denkt man beim wort "staatsverschuldungswandel"? an besserung? oder an ver-
schlechterung? entscheiden Sie bitte selbst.

einkommenswandel. lebenshaltungskosten steigen, nur nie die löhne und gehälter in
gleicher höhe. einkommenswandel? nein, eher -stagnation.

die wandlung von saulus zu paulus bringt es auf den punkt. man weiß ja doch ziemlich
genau, was mit diesem wandel gemeint ist, kein hin-und-her, sondern eine eindeutige
wandlung der lebensausrichtung zum besseren.

also ist bereits bewiesen, daß "klimawandel" eine lüge ist, denn da wandelt sich nichts zum
besseren, leider dreimal nein.

wie ist es mit dem hin-und-her in der politik? natürlich, die haben ja im reichstag eine wandel-
halle, das will noch nichts besagen. die müssen sich ja auch mal die füße vertreten neben den
lobbyisten. kommt aber auch auf die bezahlung an.

ich meine, daß politiker, von wenigen (oder vielen) ehrenhaft bemühten einmal abgesehen, im
grunde die voraussetzungen für "wandel" im sinne des hin-und-her bestens erfüllen.

hiermit rege ich an, den begriff politiker durch den begriff "wandler" zu ersetzen. das würde die
realität bestätigen. weil es endlich einmal ehrlich wäre.

und alle wüßten, woran sie sind. ja, will man das? wären wahlen nicht verboten, wenn sie wirk-
lich etwas ändern würden. leider habe ich anlaß zu dieser gewagten these.

nehmen Sie mal die csu. furchtbar, was sich da abspielt. letztlich hörte ich sinngemäß, daß
man "eine abstimmung vermeiden" wolle oder müsse.

Sie müssen wissen, daß es sich um eine demokratische partei handelt, die sogar in ihrem
namen ein glaubensbekenntnis führt, und den wundervollen ede noch ihren vorsitzenden nennt.
hörbeispiel? neu gemischt - bitte den lautsprecher anclicken.

gibt es etwas demokratischeres als abstimmen? die csu will also ernsthaft nicht einen kandi-
daten wählen (was ja immer die wahl zwischen einem oder mehreren kandidaten voraussetzt),
sondern im vorstand einen ausgucken, der dann nur noch bestätigt werden muß.

wahl ade. woher kennt man solches? genau: aus dem früheren ostblock, eben aus diktaturen.
wenn es dort selbstverständlich usus ist, daß es nur einen kandidaten gibt, den man wählen
können, aber auch sollen muß, na gut. aber jetzt auch hier? was muß man davon halten?
demokratur?

letzteres wort warf uns schülern in den 60er-jahren ein kriegsversehrter deutschlehrer um die
ohren. erst später kam eine ahnung auf, was damit gemeint sein könnte, denn es verbindet
zwei unvereinbare dinge: demokratie und diktatur. oder passt's doch? immerhin wissen wir
alle, daß "kratie" irgendetwas mit herrschaft zu tun hat. na also, kann doch so schlecht nicht
sein. immmerhin wird man heutzutage nicht mehr von lange ledermäntel tragenden schergen
nachts abgeholt.

das ist das schöne an der demokratie: man darf (fast) alles sagen, sich wünschen und sogar
demonstrieren, und es bleibt trotzdem so, wie es ist und wie es wird. so ähnlich müssen sich
hilflose kleinkinder fühlen, wenn ihnen ein erwachsener zuruft: "schrei doch."

ist das also der einzige unterschied zwischen demokratie und diktatur, daß hier der eine fol-
genlos schreien kann, und dort der als störer erkannte schreier deportiert wird? das ist natür-
lich zu einfach, gar primitiv gedacht.

aber ist es denn wirklich die mehrheit des volkes, die in der regierung repräsentiert wird? oder
nicht doch eher das großkapital, lobbyisten, reiche mächtige, die mitunter freundlichst gericht-
lich behandelt werden? sind die regierenden durchschnittsverdiener? die antwort kennt man.

warum sind eigentlich gas, strom und öl in den händen von versorgern, bei denen man in ers-
ter linie an das wort sorge denkt?

sollte nicht die energieversorgung wie ein lebens- und nahrungsmittel behandelt, staatlich
kontrolliert und für alle erschwingliche maximalpreise vereinbart werden? was bedeuten denn
milliardengewinne der energieversorger? das ist eindeutig das geld, was wir verbraucher alle
zuviel bezahlt haben. stinkt das nicht erbärmlich zum himmel?

und wie ist es in rußland? "gelenkte demokratie", doch ein bißchen diktatur? der ras-freie pu-
tin weiß es sicher genauer. unser aller ausgeschiedener bundesskanzler schröder nennt herrn
p. immerhin einen "lupenreinen demokraten." dann wird's schon stimmen.
von wegen lupenein. schon den film "blutdiamanten" gesehen? da werden auch "lupenreine"
geschäfte gemacht.

was ist eigentlich das gegenteil von "gelenkter demokratie"? ziemlich lockere diktatur? bei
den chinesen heißt das sicher "großes mehr-lenker-fahrzeug", was so unklar ist, wie die "acht
kostbarkeiten", die im chinarestaurant aufgetischt werden. mahlzeit.

 

 


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