email an herrn plärrnich, auch graf hobel schwing genannt,
geschäftsführer bei willnich
GEMEIN-NÜTZIGE WOHNUNGS-ERHALTUNGS-GESELLSCHAFT

zunächst einmal herzlichen dank, daß Sie sich am 06.08.2004, die zeit nahmen,
meinen anruf entgegen zu nehmen. ich habe ebenfalls von dem telefonat ein
gedächtnisprotokoll angefertigt, was ich heute (09.08.2004) abschließen will.
besonders dankbar bin ich über Ihren hinweis, daß der "gutachter" der auffassung
ist, daß es sich beim keller um einen bautypischen kartoffelkeller handelt.
offenbar eine auffassung, der Sie sich anschließen.

stellen Sie sich doch bitte kurz einmal vor, daß Sie das, was ich Ihnen unermüdlich
hinsichtlich des kellers berichtet habe, selbst erlebt hätten, würden Sie dann
einem angeblichen gutachten glauben, das Sie gar nicht kennen und welches
alle wahrnehmungen und äußerungen von diversen menschen ad absurdum
führen will?

wie Sie wissen, gibt es diverse irritationen meinerseits, was den keller und
verschiedene aussagen von Ihren mitarbeitern oder beauftragten angeht.

dies vor allem, weil etliche beteiligte bis vor kurzem noch von einem "nassen"
keller (herr dünn) ausgegangen wurde. auch Ihr herr dünn gab an, daß für
angemessene sanierungsmaßnahmen "kein geld da" sei, wie ebenfalls
herr vorhang.

erstgenannter dürfte es sicher wissen und zweiter als "freier" mitarbeiter ebenfalls.
aber der keller, oh wunder, ist nun, dank eines freundlichen gutachtens "trocken".
merkwürdig ist, daß alle gedächtnisprotokolle, die ich angefertigt wurden, von den
am gespräch beteiligten, lt. Ihrer information, abgestritten werden.

das läßt zwei oder mehrere schlußfolgerungen zu:
ich erfinde alles aus freien stücken. oder: "man" möchte nicht an bestimmte
details erinnert werden. cui bono? fragt hier der lateiner. was sollte ich für einen
nutzen davon haben, mir unnötig dinge auszudenken? nein, die wirklichkeit ist
viel spannender.

eins ist auf jeden fall klar: bestreiten die herren ihre getätigten äußerungen, kann
alles so bleiben, wie es ist bzw. aufgrund des "gutachtens" mit geringem finanziellen
aufwand eine sanierung betrieben werden, die außer dem "gutachter"
alle anderen als wenig zweckmäßig ansehen.

mein gedächtnisprotokoll vom 05.08. war sicher nicht vollständig, d.h., daß ich auch
sicher einiges ausgelassen habe.

daß aber der am gespräch beteiligte herr vorhang (anwesend waren ebenfalls dessen
mitarbeiter und der mitbewohner herr b.) nun bei Ihnen den inhalt des gesprächs
bestreitet, wundert mich. die erklärung dafür lieferten Sie aber selbst, denn herr
vorhang sei ja Ihr "freier mitarbeiter", sprich wirtschaftlich abhängiger. ich hätte als
herr vorhang in seiner lage vielleicht ähnlich gehandelt, fakt bleibt aber, daß ich
mein gedächtnisprotokoll vollkommen aufrecht erhalte.

was ist mit den beobachtungen von herrn vorhang? gebrochener sockel an mehreren
stellen? wobei er zur demonstration auf dem boden kräftig auftrat. nässespuren an
den wänden? sein hinweis, spätestens nach 5 jahren muß wieder neu angestrichen
werden, weil die feuchtigkeit so nicht dauerhaft zu stoppen sei? hat er alles nicht
gesagt? habe ich geträumt? alles frei erfunden? das glauben Sie sicher selbst nicht.

interessant finde ich, daß Sie ihm, wie Sie mir am telefon sagten, verboten haben,
in zukunft auskünfte, wie er sie vor mir tat, zu tätigen, denn dazu sei er deshalb
nicht befugt, weil er eben kein gutachter sei. der gutachter, den Sie selbst bei der
damaligen begehung auf mein nachfragen einschränkend zum "fachmann" erklärten,
hat also nun, wie ich heute ebenfalls erfuhr, ein "gutachten" vorgelegt, daß der
keller erstens trocken sei und zweitens nur rudimentäre arbeiten durchzuführen
seien, sprich verputzen etc.

warum aber vier verschiedene bauarbeiter (die sicher keine gutachter sind), aber
langjährige erfahrungen auf ihrem gebiet haben, und Ihr herr dünn, innerhalb
weniger wochen gegenteilig erklären, daß der keller feucht sei und die wände
trockengelegt werden müssen, kann man nicht damit abwerten, daß diese damit
auftragsbeschaffung betreiben wollen, wie Sie vermuteten.
es handelt sich immerhin bei diesen menschen um fachkräfte und keine friseure,
die sicherlich über einen keller kein urteil abgeben könnten.

zu Ihrer (oder des "gutachters") logik gehört auch, daß Sie sich darauf stützen,
daß der keller zu einer zeit entstand, als ein keller "nur" zum lagern von kartoffeln
ausreichen musste. so ähnlich äußerten Sie sich. darum sei der keller auch nur in
einen zustand zu versetzen, der diesem status entspricht. Sie äußerten auch, daß
dieser keller eine gewisse grundfeuchte habe, eben aufgrund der damaligen bauweise.

warum in 2002 seitens der verwalterfirma ausschreibungen zwecks freilegens und
austrocknung des mauerwerks angebahnt wurden, wobei auch diverse herrschaften
vor ort waren und eine kellerbegehung zur planung von maßnahmen durchführten,
die nun nicht mehr notwendig sein sollen, können Sie nicht erklären. diese firma ist
allerdings abgewickelt worden, wobei wohl zuvor unregelmäßigkeiten in der
buchführung vorgekommen seien (darum "kein geld da"). das waren auch keine
gutachter und darum waren gemäß Ihrer logik die angebahnten maßnahmen
(sanierung des kellers) unsinnig. das versuchten Sie, mir so zu vermitteln.

sollen sich alle anderen geirrt haben? herr dünn und herr vorhang u.a., die deutlich
durchblicken liessen, daß "leider kein geld" für eine adäquate sanierung da sei.
vor allem müssen sich all die geirrt haben, die allein aufgrund ihrer berufserfahrung
(sprich praxis!) schnell erkannt und geäußert haben, daß der keller schwer
sanierungsbedürftig ist, wie vor kurzem noch herr vorhang.

keiner hat bis dato erkennen lassen, daß mit verputzen und anstreichen allein das
problem zu lösen sei. aber Sie haben ja ein gutachten, was zufällig genau das sagt,
was benötigt wird: wenig aufwand treiben, wenig geld ausgeben. wie schon erwähnt.

sie haben ja jetzt ein freundliches gutachten. auf meine bitte, das gutachten einmal
einsehen zu können, äußerten Sie erstaunlicherweise, daß Sie sich dazu erst mit herrn
divan ins benehmen setzen müssen.

ist willnich nicht dienstherr der feinwohnen? wieso müssen Sie dann untergebene
fragen? im sinne der transparenz ersuche ich Sie freundlich, mir in kürze das
gutachten zur kenntnis zu bringen. oder gibt es da etwas zu verheimlichen? das
kann ich mir nicht vorstellen, oder?

natürlich kann ich Ihrer argumentation folgen, aber Sie haben bitte sehr auch
verständnis dafür, daß ich nach all diesen widersprüchlichen informationen kaum
glauben kann, daß ein "gutachter" (oder fachmann?) nun das alles in den schatten
stellen soll und "zufällig" zu maßnahmen rät, die nicht kostenintensiv sind.

daß sich dieser "gutachter" (das soll professionell sein?) nur auf bloßen augenschein
verließ, keine wand- oder putzproben nahm, wundert stark. Sie wissen sicher, daß
man durch bohrprüfung im mauerwerk schnell den durchfeuchtungsgrad bestimmen
kann. das alles ist nicht erfolgt.

warum wurde nach dem besuch des gutachters tage später an mehreren stellen im
keller gebohrt (gedächtnisprotokoll liegt Ihnen vor)?. warum verweisen auch diese
mitarbeiter auf vollständige sanierungsmaßnahmen, sprich freilegen der kellerwände?
alles irrläufer? nie gesagt worden? frei erfunden? aber einer dieser mitarbeiter
erwähnte ja schon damals: "das gespräch hat nie stattgefunden". das nennt man
vorauseilenden gedächtnisverlust.

bemerkenswert ist abschließend, daß bisher Ihrerseits nie dementiert worden ist, daß
"kein geld" da sei, was ja die spatzen von den dächern pfeifen.

ich habe den gesamten vorgang zum anlaß genommen, ihn in gebührender weise
erneut zu würdigen. diesmal allerdings als realsatire, denn so ganz ernst nehmen
kann ich das leider alles nicht mehr, wenn Sie verstehen, was ich meine.

in dem sinne bitte ich Sie übrigens zu prüfen, ob man den kartoffelkeller nicht in seinem
zustand vollständig unsaniert belassen sollte, um ihn als denkmalgeschützt ausweisen
zu können. was meinen Sie? vielleicht gibt es dafür sogar öffentliche fördermittel...

p.s. bei starkregen wie z.b. am samstag (07.08.) abend, sammelt sich wasser im keller
der frau k., dort, wo auch der "gutachter" vom "gebrochenen sockel" sprach. ferner
an der tür am kellerausgang. das wasser im keller der frau k. kommt übrigens
(bei geschlossenem fenster!) nicht durch selbiges, wie vom "gutachter" vermutet,
sondern durch die wand und den boden direkt, aber das sahen die herren vom bau
sofort. fotos anbei. wenn gewünscht, sende ich Ihnen die originale.

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